Wie aus vielen kleinen Entscheidungen eine Stromlogik für zehn Jahre Nordland-Megaserie wurde – Teil 1

Von der ersten Frage („Wie halte ich mein Bierchen kalt?“) bis zur Entscheidung für die Bluetti

Wenn mich heute jemand fragen würde, wie meine Stromversorgung für die Nordland-Megaserie entstanden ist, könnte ich einfach sagen:

„Ich habe mir eine Bluetti gekauft.“

Das wäre zwar nicht gelogen.

Aber es wäre auch nur ein kleiner Teil der Geschichte.

Eigentlich fing alles viel früher an. Noch bevor ich überhaupt über eine Powerstation nachgedacht habe, stand eine ganz andere Frage im Raum:

Wie halte ich unterwegs eigentlich meine Lebensmittel frisch und mein Bierchen kalt?

Denn eins war für mich von Anfang an klar: Wenn ich mehrere Tage an einem Basecamp bleiben möchte, brauche ich eine vernünftige Kühlbox.

Also begann wieder das, was sich inzwischen wie ein roter Faden durch die gesamte Nordland-Megaserie zieht.

Ich habe gelesen, verglichen, Videos angeschaut, Testberichte durchforstet und mir Gedanken gemacht. Nicht stundenlang an einem Abend, sondern immer wieder zwischendurch.

Mal nach Feierabend. Mal am Wochenende. Und manchmal lag das Handy nach einer Stunde wieder zur Seite, weil ich gemerkt habe, dass ich gerade eher im Kreis denke als eine Entscheidung treffe.

Bei der Kühlbox waren meine Anforderungen eigentlich ziemlich einfach. Sie sollte groß genug sein, damit Lebensmittel und ein paar Getränke vernünftig hineinpassen. Gleichzeitig durfte sie im Caddy aber nicht unnötig viel Platz wegnehmen.

Dazu kamen der Stromverbrauch und natürlich der Preis.

Ich habe zwar auch nach anderen Kühlboxen geschaut, aber ehrlich gesagt war ziemlich schnell klar, dass es die Dometic CFF20 werden würde.

Nicht, weil sie die beste Kühlbox auf dem Markt ist, sondern weil das Gesamtpaket für mich einfach gepasst hat.

Preis, nutzbares Volumen, Verbrauch und Abmessungen ergaben genau den Kompromiss, den ich gesucht habe. Groß genug für Lebensmittel und ein paar Getränke, aber nicht so groß, dass sie im Caddy unnötig viel Platz wegnimmt.

Und genau das ist inzwischen etwas, das sich durch die gesamte Nordland-Megaserie zieht.

Ich suche selten nach der besten Lösung.

Ich suche nach der Lösung, die am besten zu meinem Projekt passt.

Mit der Entscheidung für die Kühlbox war allerdings sofort die nächste Frage da:

Woher kommt unterwegs eigentlich zuverlässig der Strom?

Eine normale Powerbank war dafür natürlich keine Lösung. Die Dometic CFF20 soll schließlich zuverlässig laufen und nicht nur für ein paar Stunden.

Also blieb eigentlich nur noch die Frage: eine fest eingebaute zweite Bordbatterie oder eine mobile Powerstation?

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, dass ich den Caddy gar nicht dauerhaft zum Camper umbauen möchte.

Er soll mich viele Jahre im Alltag begleiten. Genau deshalb sollen Bett, Stromversorgung und alles andere später auch wieder herausnehmbar sein.

Das machte die Entscheidung für eine mobile Lösung immer interessanter.

Ich war also nicht auf der Suche nach irgendeiner Powerstation.

Ich war auf der Suche nach einer Stromlogik, die zu meiner Art zu reisen passt.

Und damit begann die nächste kleine Reise.

Ich habe mir Powerstations verschiedener Hersteller angesehen – unter anderem von Bluetti, EcoFlow, Anker, Jackery und einigen anderen.

Dabei ging es mir nicht darum, einen Sieger auf dem Papier zu finden, sondern die Powerstation, die meine Anforderungen am besten erfüllt.

Ich habe Kapazität, Leistung, Anschlüsse, Ladegeschwindigkeit, Gewicht und Lautstärke verglichen, Tests gelesen und mir angesehen, wie sich die Geräte im Alltag schlagen.

Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass mir eine ganz andere Frage viel wichtiger geworden ist:

Passt die Powerstation überhaupt in meinen Caddy und in die Stromlogik, die ich mir vorgestellt habe?

Denn was nützt mir das stärkste Gerät, wenn es später ständig im Weg steht oder wertvollen Stauraum wegnimmt?

Irgendwann lag sogar das Maßband im Polo, um daraus abzuleiten, ob die Powerstation später in den Caddy passen würde.

Der Platz für sie war für mich nämlich von Anfang an klar: der Fußraum hinter dem Fahrersitz.

Von da an wurden viele Modelle plötzlich wieder uninteressant. Nicht, weil sie schlecht gewesen wären, sondern weil sie einfach nicht mehr in meine Planung passten.

Und genau das war rückblickend der Punkt, an dem sich die Bluetti Elite 100 V2 langsam durchgesetzt hat.

Es gab keinen Abend, an dem ich plötzlich gesagt habe:

„Genau die wird es.“

Sie passte einfach mit jeder Überlegung ein bisschen besser in meine Stromlogik.

Sie hatte die richtige Größe, genug Kapazität für das, was ich vorhabe, war angenehm leise und für mich bezahlbar.

Vor allem aber passte sie genau an den Platz, den ich für sie vorgesehen hatte.

Heute würde ich sagen:

Ich habe mich nicht für die Bluetti entschieden. Meine Stromlogik hat mich Schritt für Schritt zu ihr geführt.

Mit der Entscheidung für die Bluetti stand die Grundlage meiner Stromversorgung.

Eigentlich hätte ich an dieser Stelle aufhören können.

Habe ich aber nicht.

Denn zuhause entstand nach und nach erst die eigentliche Stromlogik der Nordland-Megaserie.

Warum das Laden über 12 Volt besser funktioniert hat als gedacht, weshalb das PV200 bei mir nicht einfach nur ein Solarpanel ist, warum plötzlich mehrere Powerbanks dazukamen und weshalb ich mich irgendwann immer häufiger gefragt habe: „Brauche ich das wirklich?“, darum geht es im zweiten Teil – nächste Woche hier im Blog.

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